Recap zum Conversion Summit & Camp 2011

Geschrieben am 4. September 2011 von Sebastian Staendecke
Themenbereich: Online-Marketing

Conversion Summit 2011

Conversion Summit 2011

Nachdem ich bereits vergangenes Jahr auf der Conversion Conference lohnende Eindrücke und Kontakte gesammelt hatte, war ich auch dieses Jahr wieder mit von der Partie. Die zweite Auflage hatte erstmals zwei Tage:

  • Am 1. September startete der Conversion Summit mit Vorträgen des who-is-who der nationalen und auch internationalen Conversion-Szene.
  • Am 2. September dann wurde das Conversion Camp im Stile eines BarCamp zelebriert – ausschließlich mit Beiträgen aus dem Teilnehmerfeld.

Ich möchte einige Eindrücke weitergeben. Wie deutlich werden wird: es war eine gelungene Veranstaltungen. Die Speaker waren lohnend und es ergab sich ein bunter Mix an Themen (einzig das Thema Newsletter- und evtl. Banner-Optimierung hätte ich mir noch gewünscht). Und dankt der guten Organisation durch konversionskraft war auch der äußere Rahmen wieder perfekt. Daumen hoch!

Der conversion SUMMIT 2011: 14 Speaker in Aktion

Auf Grund der Vielzahl der Vorträge ist es nicht möglich zu jedem etwas (umfassendes) zu schreiben. Aus diesem Grund eine kleine Auswahl, die ich kurz kommentieren möchte:

  • Den WarmUp machte der “Godfather of Conversion Rate Optimization” Bryan Eisenberg himself. Es war weniger eine Sammlung konkreter Conversion-Tipps oder “Click-the-Button”-Wissens. Vielmehr bot er eine Auseinandersetzung mit der Zukunft des Online-Shoppers – die schon so viel näher ist als man glaubt.
  • Das nächste Highlight war für mich der Vortrag von Torsten Hubert (Web Arts AG). Es stellte Teile des Persuasion-Toolkit vor – auch wenn es von vielen Zuhörern gerne gehört hätten, war es aus Zeitgründe nicht möglich es vollständig vorzustellen. Er schaffte es aber dennoch zu verdeutlichen, dass es dieses Modell wert ist genauer angesehen zu werden. Seine Präsentation ist bereits verfügbar.
  • Nach dem Mittagessen sprach u.a. Sandra Niehaus (Closed Loop Marketing) zum Thema “Design for Conversion”. Zentraler Inhalt war dabei das Niehaus Wireframe System – warum verrät der Name ja eigentlich schon. Ich fand es schön noch ein paar Hintergründe zu diesem für mich überzeugenden Konzept zu erfahren. Eine gute Einführung zum Thema findet sich schon seit geraumer Zeit bei konversionskraft.
  • Die vierte Runde von Vorträgen brachte eine Reihe interessanter aber auch komplexer Casy Studys, die Craig Sullivan (Belron), Daniel Waas (Citrix), Ronald Grimminger (Web Arts) und Laurent Müllender (sedo) präsentierten.
  • Den Abschluss machte der von mir sehr geschätzte Prof. Mario Fischer (sein Buch “Website Boosting 2.0″ gehört für mich zu den Standardwerken im Online-Marketing). Für das Publikum mit mehrheitlich “System overload” in den Augen folgte glücklicher Weise keine trockene Professoren Vorlesung, sondern das Gegenteil: in Kombination mit seinem Dialekt und der ausgelassenen Stimmung im Saal fühlte ich mich streckenweise eher an “Fastnacht in Franken” erinnert (ich bin Landsmann).
    Und getreu seinem eigenen Zitat “‘Homepage bauen kann jetzt jeder…’ Das Schlimme: Die tuns auch…!” machte er einen Streifzug durch die Conversion- und Usability-Sünden unseres Internets. Und so lernte man mind. wie es nicht geht und konnte sich dabei köstlich amüsieren. Seine Klarstellung “Der Kunde ist NICHT der Feind” hätte wohl so manchem (unfreiwilligem) Beispielgeber gut getan.
    In jedem Fall der wohl lustigste und beste Abschluss, den dieser Tag erfahren konnte – finden im übrigen auch die #cs11-Twitterer.

Einen gelungenen Ausklang fand der Conversion Summit dann bis kurz vor Mitternacht bei Cocktails und netten Gesprächen. Dabei wurde deutlich: ein gelungener Tag liegt hinter den Teilnehmern!

Das conversion CAMP 2011: Tag zwei im BarCamp-Stil

Session Grid

Session Grid

Da ich zum ersten Mal auf einem BarCamp war, kann ich weder Atmosphäre noch die inhaltliche Qualität der Sessions wirklich beurteilen (i.S.v. im Vergleich zu anderen BarCamps). Ich konnte jedoch feststellen, dass die Stimmung sehr angenehm und dialogbereit war – der Meinungsaustausch stand immer wieder im Vordergrund. So profitierten sowohl Speaker als auch Zuhörer von den Sessions.

Die Themenplanung kann dem Session-Grid rechts entnommen werden (Quelle: Veranstalter). Ich möchte einige kurze Punkte zu von mir besuchten Sessions weitergeben:

  • Ich selbst bin etwas unverhofft in eine Session geraten – dazu jedoch in einem eigenen Beitrag mehr (folgt in Kürze).
  • Eine schöne Sammlung von kostenfreien Tools zur Conversion Optimierung wurde in der entsprechenden Session vorgestellt. Die Liste findet sich auch bereits im Web.
  • Fast erschreckt hat mich, dass es noch Vorträge zu dem Thema braucht, dass es SEO und Conversion (sowie ggf. Usability) nicht gegeneinander, sondern vielmehr miteinander arbeiten müssen. Da dem aber noch so scheint, waren die beiden Sessions dazu eine Bereicherung.

In Summe gefällt die BarCamp Idee sehr sehr gut. Es wird mit Sicherheit nicht mein letztes gewesen sein – sowohl als Zuhörer als auch als Speaker. Der offene Meinungsaustausch und die Gespräche am Rande des Sessions waren sehr lohnend und die beste Plattform für Branchen-Networking.

Weitere Eindrücke

Logo von Conversion Camp und Summit

Logo von Conversion Camp und Summit

Wer weitere Eindrücke von den beiden Conversion-Tagen bekommen möchte, kann dies auf Twitter tun. Unter den Hashtags #cs11 und #cc11 wurde an beiden Tagen jeweils sehr aktiv getwittert. Der vom Veranstalter ausgegebene Benchmark Nr. 1 in den Trending Topics zu sein, wurde mind. zeitweise erreicht. Auch ich habe meinen Beitrag dazu geleistet.

Des weiteren gibt es bereits weitere Recaps. Einer stammt von Patrick Schneider auf dem Namics Weblog.
[Update,04.09.2011, 20:10Uhr] Einen zweiten habe ich auf der Seite von Cologne Web Analytics gefunden.

Aktuelle Informationen finden sich zudem jeweils auf der Homepage des conversion Summit sowie auf der dazugehörigen Facebook-Fanpage wo es auch die Präsentationen gibt.

Mein Fazit: es hat sich gelohnt!

Müsste ich meinen Eindruck in einem Satz zusammenfassen, würde er wohl etwa wie folgt lauten: Zwei lohnende Tage mit netten Kontakten und wertvollem Input. Denn das Conversion Summit sowie das “neue” Camp haben sich innerhalb kürzester Zeit zu einem wertvollem Branchen-Event gemausert. Speaker wie Gäste kommen aus zwar aus verschiedenen Branchen (von Agenturen über Onlineshops bis hin zur Schweizer Bundesbahn war alles anzutreffen) – Onlinemarketing und vor allem CRO lag aber allen am Herzen. Das ganze in Kombination mit dem perfekten Rahmen in der Frankfurter Union Halle, der guten Organisation (es fehlten zur Perfektion lediglich zwei Micros am zweiten Tag) und allem was dazu gehört ergibt sich vor allem eines: SUCHTPOTENZIAL!